Die Rücklage im WEG

 Im Wohnungseigentumsgesetz ist die Bildung einer Rücklage (§ 31 WEG) zwingend vorgesehen. Durch die Vorschreibung einer solchen, soll es zu einer Ansparungen kommen, um zukünftig notwendig werdende Aufwendungen durchführen zu können.

Die Höhe der Rücklage soll laut WEG angemessen sein, wobei dabei auf die voraussichtliche Entwicklung der Aufwendungen Bedacht zu nehmen ist. Sie ist entweder auf einem für jeden Wohnungseigentümer einsehbaren Eigenkonto der Eigentümergemeinschaft oder auf einem ebenso einsebhbaren Anderkonto fruchtbringend anzulegen.

Die Festsetzung der Rücklage zählt zu den Angelegenheiten der ordentlichen Verwaltung. Daher kann diese direkt über die Eigentümergemeinschaft, durch den Verwalter, oder durch Sachbeschluss des Außerstreitrichters festgesetzt werden.

Wurde nun ein Rücklagenbetrag festgesetzt, ist dieser mangels anderlauternder Vereinbarung am Fünften eines jeden Kalendermonats zur Zahlung fällig.

Wird ein Verwaltervertrag beendet hat der Verwalter ohne Verzug über die Rücklage Rechnung zu legen und den Überschuss entweder an den neuen Verwalter oder bei Fehlen eines solchen an die Eigentümergemeinschaft herauszugeben.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die jeden einzelnen Wohnungseigentümer zustehenden Minderheitsrechte zu verweisen.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Teams der jeweiligen Landesvereine gerne zur Verfügung.