Ablöse ist eine Einmalzahlung beim Abschluß eines Mietvertrages

Abschläge zum Richtwert gibt es zB. bei fehlendem Lift, überdurchschnittliche Lärm- oder Geruchsbelästigung, Befristung

Anfechtung der Mietzinshöhe nach dem Richtwert muß innerhalb von drei Jahren, bei befristeten Verträgen bis 6 Monate nach Vertragsbeendigung erfolgen

Befristung neu ab 1.7. 2000: Wohnungen mindestens 3 Jahre, keine Höchstbefristung, alle anderen Objekte: Beliebige Befristungen

Befristungsabschlag ab 1.7. 2000: Generell 25% vom Richtwert und vom angemessenen Mietzins

Betriebskosten umfassen Kanal, Wasser, Müllabfuhr, Hausversicherung, Beleuchtung von Stiegenhaus, Hof und anderen gemeinschaftlichen Teilen des Hauses, Gebäudeversicherung (Wasser, Haftpflicht, Feuer), Rauchfangkehrer, Schädlingsbekämpfung, Hausbesorgerkosten, Verwaltungshonorar, Grundsteuer, nicht aber Erhaltungsarbeiten

Betriebskostenabrechnung muß jährlich bis 30. Juni erfolgen und erfolgt prozentuell nach der Nutzfläche der einzelnen Wohnungen, uneinbringliche Betriebskosten dürfen nicht auf die anderen Mieter/innen aufgeteilt werden

Betriebskostenprüfung durch Einsicht in die Belege kann jeder Mieter/jede Mieterin vornehmen, bei Unklarheiten Mieterschutzverband konsultieren

Einwendungen gegen eine gerichtliche Kündigung müssen innerhalb von 4 Wochen erfolgen

Eintrittsrecht in den Mietvertrag bei Tod eines Mieters/einer Mieterin haben Ehegatt/innen, Lebensgefährt/innen, Kinder, Enkel und Geschwister, wenn sie ein dringendes Wohnbedürfnis haben und schon bisher im gemeinsamen Haushalt gelebt haben

Erhaltungspflicht bedeutet Übergabe der Wohnung nach Beendigung des Mietverhältnisses im selben Zustand wie sie angemietet wurde, Beschädigungen sind seites des Mieters/der Mieterin zu ersetzen, gewöhnliche Abnützung muß der Vermieter/die Vermieterin jedoch hinnehmen

Freie Mietzinsvereinbarung gilt für Wohnungen in Zweiobjekthäusern, weiters für vermietete Eigentumswohnungen, die nach dem 8. Mai 1945 (Baubewilligungsdatum entscheidend) errichtet wurden, für Wohnungen in nicht geförderten Gebäuden, die nach dem 30. Juni 1953 (Baubewilligungsdatum entscheidend) errichtet wurden sowie für Dienstwohnungen, Ferien- und Zweitwohnungen und Heimwohnungen sowie für Wohnungen in Dachbodenausbauten oder Aufbauten nach dem 31.12.2001 (bei Aufbauten, die nicht mit einem Dachgeschossausbau verbunden waren, allerdings erst bei Mietverträgen nach dem 30.9.2006) und in Zubauten mit einer Baubewilligung nach dem 30.9.2006. Zu beachten ist bei den Zweiobjekthäusern (für die das MRG generell bei Mietverträgen nach dem 31.12.2001 nicht mehr anwenbar ist), dass diese Ausnahmebestimmung erst für Mietverträge nach dem 31.12.2001 gilt und davor nur freie Mietzinsvereinbarungen für Ein- und Zweifamilienhäuser (also ohne Geschäftslokal) zulässig waren

Gebühren für den Mietvertrag betragen 1 Prozent des Bruttomietzinses für die gesamte Vertragsdauer, bei unbestimmter Vertragsdauer jedoch nur für drei Jahre, jeder Mietvertrag ist beim zuständigen Finanzamt zu vergebühren

Hauptmiete ist Mietverhältnis zwischen (Wohnungs-)Eigentümer/in und Mieter/in

Hausbesorgerentgelt inklusive Sozialversicherung und Abgaben kann über die Betriebskosten verrechnet werden

Herabsetzung des Hauptmietzinses auf die Höhe der gesetzlich festgelegten Mietzinsobergrenzen kann in dem MRG unterliegenden Wohnungen beim Gericht oder der Schlichtungsstelle verlangt werden

Indexanpassungen dürfen meist dann vorgenommen werden, sobald der Verbraucherpreisindex um 5 Prozent gestiegen ist, sie muß von Vermieterseite fristgerecht verlangt werden, im Rahmen des MRG kann eine Indexanpassung nicht rückwirkend vorgenommen werden, außerhalb des Vollanwendungsbereiches des MRG jedoch rückwirkend für drei Jahre

Investitionen des Vermieters/der Vermieterin dürfen nicht als Investablöse verlangt werden, sondern können nur in der Höhe des Mietzinses ihren Niederschlag finden

Kategoriemietzinse gelten nach dem Mietrechtsgesetz 1981 für Mietverhältnisse in Wohnungen in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen, die vor dem 30. Juni 1953 errichtet wurden, und die zwischen 1. Jänner 1982 und vor dem 1. März 1994 abgeschlossen wurden Aktuelle Kategoriesätze

Kaution ist Sicherstellung für Beschädigung der Wohnung oder mitvermietete Einrichtung, darf laut OGH maximal sechs Monatsmieten betragen, kann in bar oder als Sparbuch erbracht werden, bei Ende des Mietverhältnisses auf Auszahlung der Zinsen von diesem Guthaben achten

Kündigung eines Mietverhältnisses erfolgt bei unbefristeten Mietverhältnissen durch den Mieter/die Mieterin unter Einhaltung der Kündigungsfrist, durch den Vermieter/die Vermieterin nur über Gericht wenn Kündigungsgründe vorliegen

Kündigungsfrist ist entweder vereinbart, sonst bei unbefristeten Verträgen bei Wohnungen mit monatlicher Mietzahlung ein Monat zum Monatsletzten, sonst entsprechend der Form der Mietzahlung, bei Geschäfts- und Bürolokalen drei Monate jeweils per Quartalsende

Kündigungsgründe sind zB. qualifizierter Mietzinsrückstand, grob nachteiliger Gebrauch des Mietgegenstandes, unleidliches Verhalten des Mieters/der Mieterin oder nachgewiesener Eigenbedarf des Vermieters/der Vermieterin.

Lebensgefährt/innen werden häufig als Mitbewohner/innen betrachtet, zur Vorsorge ist eine Aufnahme in den Mietvertrag empfehlenswert, sie können in den Hauptmietvertrag ohne Mieterhöhung eintreten, wenn sie mit dem/der bisherigen Mieter/in bis zu dessen/deren Tod mindestens drei Jahre im gemeinsamen Haushalt in der Wohnung gelebt oder diese seinerzeit gemeinsam bezogen haben

Mahnung nach § 1118 ABGB kann der Vermieter/die Vermieterin über Gericht begehren wenn ein qualifizierter Mietzinsrückstand vorliegt, meist wird jedoch der raschere Weg der Räumungsklage gewählt

Makler/innen vermieten Wohnungen im Auftrag des Eigentümers/der Eigentümerin und kassieren dafür Provision, bei Mietverträgen über Makler/innen besonders auf das "Kleingedruckte" in den Mietverträgen achten

Mehrwertsteuer beträgt für Wohnungsmieten und Betriebskosten 10 Prozent, für Büro- und Geschäftsmieten und Heizkosten 20 Prozent

Meldepflicht gilt für Aufenthalt ab drei Tagen, ist auch ohne Zustimmung des Vermieters/der Vermieterin möglich

Mietanbote gelten mit der Annahme als Mietvertrag, daher ist größte Vorsicht bei der Unterzeichnung derselben angebracht

Mietrechtsgesetz regelt alle Mietverhältnisse über Wohnungen und Geschäftsräume, die ab 1. Jänner 1982 abgeschlossen wurden, nicht aber jene über Dienstwohnungen, Zweit- oder Ferialwohnungen (Ausnahme im Absatz 2 MRG)

Mietvertrag ist schriftlich und mündlich gültig, Eckpunkte sind Einigkeit über Mietobjekt und Mietzins

Mietzins besteht aus dem Hauptmietzins, den Betriebskosten, öffentlichen Abgaben und der Mehrwertsteuer

Mitbewohner/innen sind Kinder, Lebensgefährt/innen, Sorgepflichtige

Nachmieter/innen, die vom Mieter/von der Mieterin gebracht werden, können nur im Einvernehmen mit dem Vermieter/der Vermieterin  eine Wohnung übernehmen, ein Rechtsanspruch besteht nicht

Nachteiliger Gebrauch des Mietgegenstandes liegt vor, wenn dessen Zustand erheblich verletzt oder eine wiederholte und länger andauernde vertragswidrige Benützung vorliegt

Nichtzahlung des Mietzinses bedeutet nicht automatisch eine Beendigung des Mietverhältnisses, weil der Vermieter/die Vermieterin auf Einhaltung des Vertrages und Zahlung der Miete bestehen kann

Nutzfläche ist die Fläche aller Räume des Mietobjekts, also auch Bad und WC, Erker und Loggien, nicht aber Terrassen und Balkone

Option des Mieters/der Mieterin auf Verlängerung des Mietvertrages wird selten als verbindliche Zusage festgehalten, man soll sich daher nicht darauf verlassen

Pauschalmietzins enthält neben Hauptmietzins auch Betriebskosten und sonstige Aufwendungen, führt angesichts steigender Betriebskosten häufig zu Konflikten, seit 1. März 1994 können Gericht oder Schlichtungsstelle auf Antrag den Pauschalmietzins in seine Bestandteile zergliedern

Präkarium oder Bittleihvertrag ist im Unterschied zum Mietverhältnis die Benützung einer Wohnung ohne Mietzins und bei jederzeitigem Widerruf

Provision, wird von Makler/innen verlangt, kann bis zu zwei Monatsmieten betragen

Quittungen sollten grundsätzlich für alle Zahlungen (Miete, Kaution, Provision, Ablöse, Betriebskosten) verlangt und aufbewahrt werden

Räumungsaufschub kann laut Exekutionsordnung bei Gefahr drohender Obdachlosigkeit befristet auf 3 Monate bei höchstens zweimaligem Aufschub um insgesamt weitere 3 Monate gewährt werden

Räumungsklage kann von Vermieterseite laut § 1118 ABGB über das Gericht eingebracht werden, wenn gesetzliche Gründe vorliegen

Richtwerte gelten länderweise nach dem 3. Wohnrechtsänderungsgesetz für alle Neuvermietungen seit 1. März 1994 und werden alle zwei Jahre per 1. April erhöht, zum Richtwert werden Zu- und Abschläge verrechnet Aktuelle Richtwerte ab 1.4.2010

Rücktritt vom Mietvertrag ist laut § 30a Konsumentenschutzgesetz binnen 1 Woche nach Vorliegen einer Zweitschrift des Mietvertrages bzw. eines Mietanbotes bis maximal einen Monat nach der ersten Besichtigung möglich wenn Zustimmung zum Mietvertrag sofort bei der ersten Besichtigung des Mietobjekts gegeben wurde und daher eine Überrumpelung vorliegt

Sachverständige können bei Streitigkeiten vom Gericht angefordert werden, angesichts der hohen Kosten ist manchmal eine einvernehmliche Lösung mit dem Vermieter/der Vermieterin vorzuziehen 

Schlichtungsstellen dienen der Entlastung der Gerichte, für außergerichtliche Streitigkeiten, vor allem zur Feststellung der Angemessenheit von Haupt- oder Untermietzins, entscheidet die Schlichtungsstelle nicht innerhalb von drei Monaten, kann das Verfahren beim Bezirksgericht geführt werden.

Substandardwohnungen sind Wohnungen der Kategorie D, die über kein Wasser oder WC im Wohnungsinneren verfügen

Tierhaltung in Mietwohnungen führt oft zu Konflikten, Kleinsttiere (Hamster, Zierfische, Kanarienvögel usw.) bedürfen keiner Genehmigung, ansonsten können Vermieter/innen im Mietvertrag ein Tierverbot festhalten

Untermiete ist die Weitervermietung des Mietobjekts durch den Mieter/die Mieterin an dritte Personen, kann durch den Mietvertrag in manchen Fällen ausgeschlossen werden

Untermietzins wird bei Weitervermietung einer Wohnung durch den Hauptmieter/die Hauptmieterin eingehoben, darf den zulässigen Hauptmietzins um nicht mehr als 50 Prozent übersteigen

Verkauf der Wohnung setzt geltende Mietverträge im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG nicht außer Kraft (von eventuellen ungewöhnlichen Nebenabreden ausgenommen tritt der Käufer/die Käuferin daher in diese Mietverträge ein) und darf nicht zu einer Mieterhöhung führen, ausgenommen der Mieter/die Mieterin stimmt dem ausdrücklich zu

Verlängerung des Mietvertrages erfolgt stillschweigend, wenn keiner der beiden Vertragsteile bei Ablauf einer Befristung dies binnen 14 Tage geltend macht. Bei Mietverträgen, die teilweise oder voll dem MRG unterliegen, tritt beim ersten Versäumen eine dreijährige Verlängerung ein (anzuwenden auf Verträge, die nach dem 30.9.2006 geendet sind). Erst wenn nach dieser auch wieder keine Auflösung und keine neue Befristungsvereinbarung geschlossen wird, kommt es zu einem unbefristeten Mietverhältnis.

Vertragserrichtungskosten (mit Ausnahme bei Altbauwohnungen) können Rechtsanwälte bei Abschluß eines Mietvertrages laut Notariatstarifgesetz verlangen, eine Sondervereinbarung ist empfehlenswert

Verwaltungshonorar bei Altbaumieten wird nach der Nutzfläche berechnet und wird auf Basis der Kategorie A verrechnet

Vorauszahlung darf die Höhe des gesetzlich zulässigen Hauptmietzinses nicht übersteigen

Werkswohnungen oder Naturalwohnungen sind vom Geltungsbereich des Mietrechts ausgeschlossen und werden laut Dienstverhältnis nach dem ABGB geregelt, sämtliche Rechte und Pflichten werden dabei durch den Mietvertrag geregelt

Widerruf eines Mietvertrages ist nicht möglich, ausgenommen Rücktritt bei Überrumpelung

Wohnbeihilfe wird vom Land für geförderte und frei finanzierte Wohnungen gewährt und am Familieneinkommen bemessen

Zuschläge zum Richtwert können für besondere Ruhelage, Grünlage, zusätzliches Bad oder WC, Balkon, Loggia oder Terrasse, Lift, gute Belichtung, Südlage und Fernblick verlangt werden

Zustand der Wohnung bzw. Mängel, vor Mietbeginn und bei Rückgabe der Wohnung möglichst genau protokollieren durch Begehung mit Zeugen, Niederschrift, Fotos, Video etc.